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Tierkennzeichnung

Tierkennzeichnung

Bisher hat die HTSK, für die Tierarten Rind und Schwein, die gesamten Kosten der Ohrmarken, Ersatzohrmarken, Rinderpässe, nebst Porto- und Verpackungskosten für deren Versand, gezahlt. Weiterhin wurden die Kosten für Bewegungsmeldungen, Schlachtmeldungen und die Bearbeitung von Fehlern in der Meldekette in der HIT-Datenbank übernommen. Im Zeitraum 2011 bis 2013 hat die HTSK die Kosten für die Erteilung der Hoftierarztvollmachten nebst PIN-Vergabe getragen, in den Jahren 2011 bis 2015 auch die Kosten der Erstregistrierung in der HIT-Datenbank für die Tierhalter der Tierarten Einhufer und Geflügel.

Neuerung ab 2016:

Maßnahmen zur Übernahme von Kosten von Ohrmarken und den Kosten der Organisation und Logistik im Rahmen eines Informationssystems (HIT) sind im Rahmen des Artikel 26 EU (VO) 702/2014 nicht beihilfefähig. Diese müssen unter Artikel 14 geregelt werden, was wiederum eine Anpassung der Beihilfeintensität dergestalt zur Folge hat, dass nur noch 40% der Kosten als Beihilfe gewährt werden können. 60% müssen vom Tierhalter direkt gezahlt werden.
Diese Vorgehensweise eröffnet die Möglichkeit, dass die HTSK auch weiterhin als Inkassostelle für die Tierhalter für die Tätigkeiten des HVL bei der Tierkennzeichnung fungieren kann. Dadurch werden dem Tierhalter erhebliche Kosten gegenüber einem Einzelinkasso erspart. Der Tierseuchenkassenbeitrag für Rinder und Schweine kann um den Eigenanteil des Tierhalters gesenkt werden.

Die gesamte Maßnahme wurde bereits bei der EU freigestellt und mit nachfolgendem Text unter § 2 in die Beihilferichtlinie der HTSK aufgenommen:

Kostenübernahme bei Tierkennzeichnung zum Zwecke der Identifizierung eines Tieres als Maßnahme der Tierseuchenvorbeugung und Tierseuchenfrüherkennung

  1. Die Tierseuchenkasse übernimmt nach VO (EU) Nr. 702/2014 Artikel 14, Nr. 3a in Verbindung mit Artikel 22 vierzig Prozent der Kosten der Ohrmarken zum Zwecke der amtlichen Kennzeichnung von Rindern und Schweinen, die dem Tierhalter auf Antrag zugeteilt werden, soweit Unionsrecht, Rechtsvorschriften des Bundes oder des Landes die Kennzeichnung und Registrierung vorschreiben und im Rahmen amtlicher Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen aufgrund einer besonderen Entscheidung des Verwaltungsrates.
  2. Der Antrag ist im Falle der Aufgabenübertragung nach § 11 HAGTierGesG bei der beliehenen bzw. beauftragten Stelle zu stellen.
  3. Ferner übernimmt die Tierseuchenkasse die Kosten, die dem einzelnen Tierhalter für die Zuteilung der Ohrmarken nebst Beratung und für die Anzeige von Bestandsveränderungen nach § 29 ViehVerkV entstehen. Der Anspruch des Tierhalters nach Satz 1 ist auf 1.500,00 € begrenzt.

Registriernummer (HIT)

Registriernummer (HIT)

Jeder Halter (nicht zwingend der Eigentümer) von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Einhufern und/oder Geflügel hat vor Beginn der Tätigkeit die Tiere nach §26 der Viehverkehrsverordnung der zuständigen Behörde oder einer von dieser beauftragten Stelle zu melden. Diese beauftragte Stelle ist zurzeit der HVL in Alsfeld, dort gibt es auch weitere Informationen.
Der Tierhalter bekommt eine Registriernummer zugeteilt, die HIT- oder EU-Registriernummer.