Aktuelles zur Geflügelpest

Aktuelles zur Geflügelpest

Informationen zum aktuellen Geschehen finden Sie unter:
https://umweltministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/vogelgrippe-h5n8-landesweite-aufstallung-von-gefluegel-angeordnet-0

Zusätzliche Informationen zu den Konsequenzen der Aufstallungspflicht finden Sie auf dem Merkblatt des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen:
Merkblatt des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen

Aktuelle Tierseuchensituation

Aktuelle Tierseuchensituation

Die derzeitige Situation bei ausgewählten Tierseuchen können Sie beim Friedrich-Löffler-Intitut abrufen.

Biosicherheitsmaßnahmen

Biosicherheitsmaßnahmen

Das Land Hessen hat ein Merkblatt für Landwirte, Viehhändler und Tierärzte über Biosicherheitsmaßnahmen in rinderhaltenden Betrieben herausgegeben.

Generalantrag für Beihilfen

Generalantrag für Beihilfen

Leistungen der Hessischen Tierseuchenkasse nach den geltenden Beihilferichtlinien hier: Voraussetzungen nach der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 (AgrarGVO)

Beihilfen zu den Kosten für die Verhütung, Bekämpfung und Tilgung von Tierseuchen, Beihilfen zur Beseitigung der durch Tierseuchen entstandenen Schäden und Beihilfen für die Kosten der Tierkennzeichnung dürfen nur nach vorheriger Antragsstellung und unter folgenden Voraussetzungen gewährt werden:

Ihr Landwirtschaftsbetrieb bzw. ihre Tierhaltung

  • ist ein Kleinstunternehmen bzw. ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) unter 250 Beschäftigte und Jahresumsatz kleiner als 50 Mio. € oder Jahresbilanzsumme kleiner als 43 Mio. € oder eine reine Hobbyhaltung.
  • ist kein Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der VO (EU) Nr. 702/2014 das bedeutet folgende Umstände liegen nicht vor:
    a)Bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung (ausgenommen KMU, die noch keine drei Jahre bestehen) ist mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen.
    b)Bei Gesellschaften, bei denen zumindest einige Gesellschafter unbeschränkt für die Schulden der Gesellschaft haften (ausgenommen KMU, die noch keine drei Jahre bestehen): Mehr als die Hälfte der in den Geschäftsbüchern ausgewiesenen Eigenmittel ist infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen.
    c)Das Unternehmen ist Gegenstand eines Insolvenzverfahrens oder erfüllt die im innerstaatlichen Recht vorgesehenen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf Antrag seiner Gläubiger.
    d)Das Unternehmen hat eine Rettungsbeihilfe erhalten und der Kredit wurde noch nicht zurückgezahlt oder die Garantie ist noch nicht erloschen beziehungsweise das Unternehmen hat eine Umstrukturierungsbeihilfe erhalten und unterliegt immer noch einem Umstrukturierungsplan.
  • ist kein Unternehmen, das einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen ist.


Den vollständigen Wortlaut der VO EU 702/2014 finden Sie auf unserer Internetseite unter Beihilfen.

Blauzungenkrankheit

Blauzungenkrankheit

Auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurden die neuesten Informationen zur Blauzungenkrankheit eingestellt. Die Anleitungen für Tierhalter und Tierärzte zur Impfeintragung in HIT sind im Downloadbereich hinterlegt und stehen somit interessierten Nutzern zur Verfügung.

Blauzungenkrankheit wieder auf dem Vormarsch Überwachung dringend geboten!

BHV1

BHV1

Der Tierseuchenkassenbeitrag für Rinder wird ab 2016 nicht mehr gestaffelt erhoben.

Am 04.12.2015 wurde Hessen als frei von der infektiösen bovinen Rhinotracheitis (BHV1-Infektion der Rinder) von der Europäischen Kommission anerkannt.

Para-TBC-Untersuchungen/HEMAP

Para-TBC-Untersuchungen/HEMAP

Untersuchungsverfahren zur Bestimmung des Paratuberkulose-Status

Die Paratuberkulose (Johnesche Krankheit) ist eine chronische, nicht behandelbare, entzündliche Darmerkrankung des Rindes und anderer Haus- und Wildwiederkäuer. Die Erkrankung ist weltweit verbreitet, tritt meist aber nur sporadisch und regional begrenzt auf. Der Krankheitsverlauf, die Möglichkeiten des Nachweises, die Folgen für die Milchviehhaltung und ein neues Dienstleistungsangebot des LHL (HEMAP) zur Statusfeststellung werden im Folgenden beschrieben:

Der Krankheitsverlauf

Beim Rind verläuft die Krankheit als langsam fortschreitende Darmentzündung. Obwohl die Infektion in den meisten Fällen bereits beim Kalb erfolgt, treten die ersten Krankheitsanzeichen in der Regel erst frühestens zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr auf. Hauptsymptom ist ein nicht behandelbarer Durchfall (zunächst breiig, später wässrig und letztendlich unstillbar), der zunächst zur starken Abmagerung, später zum Tod des betroffenen Tieres führt. Das Hauptproblem der Bekämpfung besteht darin, dass aufgrund der langen Zeit zwischen Infektion und ersten klinischen Auffälligkeiten (Inkubationszeit) die Paratuberkulose im Bestand meist sehr lange unerkannt bleibt. Die Erregerausscheidung beginnt allerdings bereits, wenn betroffene Tiere noch keinerlei Krankheitszeichen zeigen. Auch entwickeln nicht alle infizierten Tiere zwingend Krankheitsanzeichen und gerade diese scheinbar Gesunden können über einen langen Zeitraum die Erreger unerkannt mit ihrem Kot ausscheiden. Sie stellen folglich eine ständige Infektionsquelle für die gesunden (Jung-)Tiere eines Bestandes dar. Nicht nur durch die Leistungsdepressionen und die Totalausfälle entstehen betroffenen Betrieben erhebliche wirtschaftliche Nachteile. Zusätzlich kommt es noch zu enormen Verlusten durch eine erhöhte Anfälligkeit der Tiere gegenüber einer Reihe weiterer Krankheitskomplexe, wie z. B. subklinischer Euterentzündungen (Mastitiden).

Wie lässt sich eine Infektion im Bestand nachweisen?

Der Nachweis der Paratuberkulose ist problematisch, da alle derzeit vorhandenen Untersuchungsverfahren leider keine vollständige diagnostische Sicherheit aufweisen.

Der Nachweis des Erregers (Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis) wird mittel Kultur und PCR durchgeführt.

Beim indirekten Nachweis wird die Abwehrreaktion des Tieres gegenüber dem Erreger überwiegend in Form des Nachweises spezifischer Abwehrstoffe (Antikörper) mittels Enzym-linked Immunosorbent Assay (ELISA) getestet.

Die Paratuberkulose-Situation in Hessen

In Hessen wurde in den Jahren 2006 und 2007 ein so genanntes Paratuberkulose- oder MAP-Monitoring durchgeführt. Der LHL untersuchte in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Biomathematik und Datenverarbeitung am Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen und den Tierärzten/innen für Milchhygiene des Regierungspräsidiums Gießen im Rahmen eines von der Landesvereinigung Milch, der hessischen Tierseuchenkasse und dem zuständigen Fachministerium finanzierten Forschungsvorhabens insgesamt 250 zufällig ausgewählte, hessische Milchviehbetriebe mit mehr als 40 Kühen. Die Rate positiver Milchviehbetriebe lag erfreulicherweise nur bei ca. 10 %. Da der Tierhandel bei der Verbreitung dieser schwer zu bekämpfenden Infektionskrankheit die größte Rolle spielt, soll ein freiwilliges Untersuchungssystem für die Betriebe entwickelt und angeboten werden. Dieses beruht auf der regelmäßigen Untersuchung von Umweltproben (mit Sockentupfern entnommen). Es gibt den Betrieben einerseits die Möglichkeit ihren eigenen Paratuberkulosestatus festzustellen, anderseits im Tierhandel die Paratuberkulosesituation der Herde des Vertragspartners besser einzuschätzen.

Wie funktioniert das neue freiwillige System zur MAP-Statusfeststellung (HEMAP)

Das Prinzip beruht auf einer regelmäßigen Untersuchung der Herde mittels geeigneter Testsysteme (hier: Kultur und PCR). Durch die regelmäßig wiederholten Testungen kann bei negativen Ergebnissen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Paratuberkulose-Unverdächtigkeit angenommen werden. Mit jedem negativen Testergebnis erreicht die Herde einen höheren Status und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit der MAP-Freiheit.

Tritt ein positives Ergebnis auf, das sich auch bestätigen lässt, können, nur sofern der Betriebsleiter dies wünscht, weiter Maßnahmen ergriffen werden , mit dem Ziel, entweder die Vorkommenshäufigkeit der Infektion in dem betroffenen Bestand zu senken und/oder eine weitere Ausbreitung rasch einzudämmen. U. a. durch regelmäßige serologische Untersuchungen der Einzelmilchproben in positiven Betrieben lassen sich betroffene Kühe vergleichsweise frühzeitig aufspüren. Entfernt man diese, sofern das Ergebnis hinreichend bestätigt wurde, aus dem Bestand, wird auch durch begleitende Hygienemaßnahmen der Erregerdruck erheblich reduziert und die Krankheit kann sich zumindest nicht weiter ausbreiten.

Warum sind solche Maßnahmen wichtig?

Viele europäische (z.B. Holland) und außereuropäische (z.B. Australien, USA etc.) Länder investieren seit Jahren in die Paratuberkulose-Bekämpfung. Auch in Deutschland sind einige Länder bereits mit der Problematik befasst (z.B. Thüringen). Die deutsche Landwirtschaft „lebt“ von der Milch (fast 50% der Wertschöpfung aus tierischer Erzeugung). Ebenso gehen fast 50% der deutschen Milch in den Export. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Importländer deutscher Milch (z.B. China, Russland) einen Status hinsichtlich der Paratuberkulose verlangen. Zur langfristigen Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit hessischer Milch ist ein Engagement hier dringend erforderlich.

Kostenträger des Untersuchungsverfahrens?

Kostenträger des Untersuchungsverfahrens ist der Tierhalter. Die Tierseuchenkasse beteiligt sich an den Untersuchungskosten im ersten Jahr mit 150,00 €. Außerdem gewährt die Tierseuchenkasse eine Ausmerzungsbeihilfe für 2 x serologisch positiv getestete Tiere bis zu 300 € je Tier.

Weitere Informationen zum HEMAP finden Sie auf der Internetseite des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor unter „HEMAP“.

De-minimis

De-minimis

Ab dem Leistungsjahr 2016 müssen Teile der Leistungen der Hessischen Tierseuchenkasse und damit verbundene Kostenanteile des Landes Hessen als De-minimis Zahlungen abgerechnet werden. Lesen Sie hierzu das Interview mit dem Geschäftsführer der Hessischen Tierseuchenkasse, Herrn Dr. Frank Jäger.

Tierkennzeichnung

Tierkennzeichnung

Seit 01.01.2016 hat sich die Kostenübernahme bei Tierkennzeichnung zum Zwecke der Identifizierung eines Tieres als Maßnahme der Tierseuchenvorbeugung und Tierseuchenfrüherkennung geändert. Näheres erfahren Sie in der Rubrik Tierkennzeichnung.